Automatisierte Futtermittelproduktion
Detlef Reusch referiert zur Müllereifachtagung
230 Teilnehmer folgten der Einla-dung des Bayerischen Müllerbun-des zur 36. Herbstfachtagung für Getreide, Qualitätsbeurteilung, Technologie und Wirtschaft, die vom 20. bis 22. Oktober im unter-fränkischen Volkach stattfand.
Die Verbandsmitglieder und interessierte Fachkollegen aus dem Bereich der Mühlenwirtschaft und des Mühlenbaus sowie aus Forschung und Lehre kamen hier zusammen, um sich ausgiebig über die Themenblöcke Mehl- und Getreidemärkte, Wirtschaft rund um den Mühlenbetrieb, Getreidequalitäten und Getreidezüchtung sowie Müllereitechnik zu informieren und auszutauschen.
Detlef Reusch, Geschäftsführer der Trips GmbH in Grafenrheinfeld, referierte auf Einladung von Jürgen Englert, Chef der Obervolkacher Gründleinsmühle, in diesem Rahmen über Erfahrungen zur Mühlenmodernisierung aus Sicht des Automatisierungsdienstleisters.
Seit mehr als 50 Jahren produziert die Gründleinsmühle Spezialfuttermittel für Pferde, Kaninchen, Fische und andere Tiere. Mit der Entscheidung, den Sektor der Kraftfutterproduktion auszubauen investierte der Betrieb unter anderem in eine neue Futtermischanlage mit einer Verladeanlage und Förderaggregaten. In einem zweiten Schritt wurde diese Anlage mit einer innovativen Steuerung ausgestattet, die insbesondere eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Kontrolle der Fertigprodukte sicherstellen sollte.
Mit der Lieferung dieser Steuerung sowie der entsprechenden Schalttechnik beauftragte Jürgen Englert im August 2010 den Systemintegrator Trips GmbH aus Grafenrheinfeld. Für die Wahl des 200-Mitarbeiterstarken Automatisierungsdienstleisters sprachen mehrere Gründe. Zum einen deckt das Unternehmen das gesamte Serviceportfolio ab: von der Konzeption und Planung über die CAD-Projektierung, das Software-Engineering für die Steuerungen und Visualisierungen bis hin zur Verdrahtung und Inbetriebnahme der Schaltanlagen. Darüber hinaus überzeugte das Unternehmen insbesondere durch fundiertes und mittlerweile mehr als 30-jähriges Branchen-Know-how.
Basis für den optimierten Ablauf in der neuen Anlage ist die Rezeptverwaltung für die rund 40 Rezepturen. Hier sind die Mischungsverhältnisse für die Futterkomponenten hinterlegt, ebenso, wie die erforderlichen Mischzeiten mit den korrespondierende Drehzahlen sowie die einzustellenden Mischtemperaturen. Im Leitsystem wird dieses Rezept angezeigt, gestartet und an die Steuerung übertragen, die die Schrittkette mit der Dosierung der Grobkomponenten, wie Getreide, Grünkern und Weizenkleie aus den Rohstoffzellen startet. Das anschließende Mischen und Vorheizen, die Regelung der Klappen und Dosierschnecken, das Zudosieren der Feinkomponenten bis hin zum Absacken, Sieben, Wiegen und Verladen der Fertigprodukte vollzieht sich vollautomatisch und ermöglicht eine Mischgenauigkeit von 1:1.00.000.
Die von den Trips-Software-Ingenieuren auf der Basis von Siemens Simatic Step 7 entwickelte Speicherprogrammierbare Steuerung meldet nach Beendigung diese Prozesses Chargenprotokolle, Mengen- und Verbrauchsstatistiken, - Soll-/ Ist Vergleiche und Statistiken für die Warenausgabe zurück. Damit kann Jürgen Englert jederzeit den Produktionsprozess nachvollziehen und die gleichbleibende Qualität seiner Produkte kontrollieren und gewährleisten. Die Vortragsfolien stehen hier zum Download bereit.




